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 Schutzhütten! 
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Noch ehe er ihr Antworten konnte, rannte sie nach draußen.
Es regnete, fast schlimmer noch als letzte Nacht.
Ohne zu überlegen rannte er nach draußen, suchte sie.. Sie lag mitten im Dreck.
"Alva", seine Stimme war lauter als er sonst mit ihr sprach und kniete sich zu ihr auf die Erde.
"Hör mir zu! Du warst nie nur ein Kind für mich! Nie.
Ich hab dich, selbst als du mir sagtest wie alt du bist, zwar mit einem kleinen Mädchen verglichen, aber das warst du nie.
Du warst in meinen Augen immer eine Frau! Immer..!", seine Stimme war sanft, er betonte jedes einzelne seiner Worte, damit sie ihn trotz ihrer Tränen verstand.
"Ich weiß nicht ob ich dich wirklich auch angefasst hätte wenn ich gewusste hätte wie alt du bist, wahrscheinlich nicht aber ich bin froh es getan zu haben!
Alva, ich will dich! Ich liebe dich!"
Seine Stimme war sanft, liebevoll und doch fest.
"Komm.. wir gehen wieder rein!", sanft hob er sie hoch. "Ich hab dich eben nie als Kind gesehen! Das bist du nicht und das warst du auch nicht als ich dich kennen gelernt habe! Ich kann dir nicht sagen, wie ich gehandelt hätte ich gewusst wie alt du wirklich bist aber ich bin froh das es dich in meinem Leben gibt und egal was passiert wenn Eoreth es bemerkt oder was dort bei den Vampiren passiert, du bist mein Leben! Ich liebe dich!", seine Stimme war noch immer warm und liebevoll aber nicht mehr so fest. Langsam trug er sie Richtung Hütte.
Legte seine Lippen auf ihre Stirn und küsste sie.

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26. Jan 2012, 02:39
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Dann hörte sie seine Stimme ganz nah.
Doch sie wollte nicht.
Er sprach leise mit ihr, liebevoll.
Sacht hob er sie hoch, ging mit ihr irgendwo hin.
Linc sprach die ganze Zeit mit ihr. Redete davon dass er sie vielleicht nicht berührte, vielleicht doch. Sie verstand es nicht, wollte es auch gar nicht.
Alva hatte sich noch nie so gefühlt. Ihre verrückten und überstürzten Handlungen in letzter Zeit waren ihr fremd. Sie war immer beherrscht und kontrolliert gewesen, immer.
Dann spürte sie den Regen nicht mehr auf ihrer Haut, er musste sie wieder in die Hütte gebracht haben.
Sie spürte seine Lippen an ihrer Stirn und er setzte sich mit ihr ans Feuer, sie konnte die Wärme spüren.
"Linc?"fragte sie mit brüchiger Stimme, "Ich liebe dich! Und es war meine Entscheidung! Und du gingst mir nach, weil es so bestimmt war!" sie glaubte nicht dass er sie hören konnte, ihre Stimme war zu leise, zu erstickt.
Sie schmiegte sich an ihn, genoss seine Nähe und Wärme.
Wieder spürte sie diese innere Kälte und wieder erschreckte sie es.
Sie konnte doch keine Kälte empfinden.
Doch dann fiel es ihr ein. Es war ihre Angst! Die Angst vor dem was kommen würde und Linc hatte sie wieder entfacht. Er hatte von den Vampiren gesprochen.
Was würde bei den Vampiren wohl passieren? Sie würden sie schlagen! Versuchen sie zu brechen. Doch sie würde nicht brechen! Vorher würde sie sterben!
"Dort wird nichts passieren, Linc! Ich habe gelernt, was es heißt blind zu sein! Ich habe gelernt was es heißt, nicht gewollt zu sein! Ich habe gelernt was es heißt, keine Eltern zu haben! Ich habe gelernt was es heißt, allein zu sein! Ich habe gelernt was es heißt zu lieben! Ich habe gelernt was es heißt, geliebt zu werden! Ich habe gelernt was es heißt, zu verlangen und was Lust ist! Jetzt muss ich lernen, was wahrer Schmerz bedeutet!" sie hatte nicht vorgehabt es zu sagen, aber die Worte ließen sich nicht aufhalten, sie kamen einfach so heraus.
Ja sie würde wahre Schmerzen kennen lernen und dann? Würde sie dann sterben? Würde sie vorher brechen? Würde Linc sie vorher retten?

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26. Jan 2012, 03:07
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Ihr Stimme war so leise das er sie kaum verstand als sie vor ich hin redete.
"Ich weiß, Liebste, ich weiß doch das du mich liebste.
Ich habe doch auch nie gesagt das ich dich dazu genötigt habe, es war ein Verlangen von mir sowohl als auch von dir!", flüsterte er ihr sanft ins Ohr, küsste ihren Hals.
"Du hast unser Treffen in den Sternen gesehen?"
Liebevoll strich er mit seinen Fingern über ihren Rücken, legte eine Decke um ihren nassen Körper und küsste immer wieder ihre Stirn.
Sie schmiegte sich an seine Brust, kuschelte sich so eng sie konnte an ihn.
"Alva, Liebste! Ich werde dir jeden Tag, den ich habe, zeigen das ich dich liebe! Wenn ich könnte würde ich diesen Weg für dich antreten.
Mein Leben für das deine!
Wahrscheinlich wird dies aber nicht möglich sein, richtig!?
Aber ich verspreche dir, ich werde alles tun um dich so schnell wie möglich dort wieder heraus zu holen!
Den in diesem Punkt lügen deine Sterne, ich werde dich niemals vergessen!", seine Stimme war noch immer sanft und liebevoll doch nur viel weicher und wärmer, flüsternder.
Er küsste sich über ihr ganzes, zartes Gesicht. Seine Finger strichen sanft über ihren Rücken und ihren Nacken, legte seine Arme sanft um ihren Körper und ließ nur noch seine Daumen sanft über ihre Schultern streichen.

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26. Jan 2012, 03:23
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Er flüsterte in ihr Ohr, küsste ihren Hals.
"Du würdest mich niemals nötigen! Und er darf es uns nicht verwehren, wir lieben uns, er hat kein Recht!" sagte sie, ihre Stimme nur ein Hauch.
"Ja ich habe gesehen das jemand kommen wird!" flüsterte sie.
Liebevoll streichelte er ihren Rücken und wickelte ihren nassen Körper in eine Decke.
Sie schmiegte sich noch enger an ihn, wollte seine Wärme spüren.
"Wärm mich!" bat sie leise, schwach.
"Nein du kannst nicht an meiner statt gehen! Ich werde hoffen und Emrahil und meine weiße Herrin darum bitten, sie mögen dir Kraft schenken mich zu retten."
Er küsste ihr Gesicht, streichelte sanft ihren Körper.
Alva drängte sich an ihn.
"Linc, bitte vergiss mich nicht! Bitte lass mich nicht brechen!" bat sie nuschelt, dann sank sie in unruhigen Schlaf.
Und sie träumte von Kälte, Schmerz und Einsamkeit.

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26. Jan 2012, 03:34
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Noch bevor er ihr antworten konnte, war Alva eingeschlafen.
Die ganze Nacht lang, hatte sie sich unruhig hin und her in seinen Armen bewegt.
Immer wieder hatte er sie ganz fest an sich gezogen und die Decke enger um ihren zarten Körper geschlungen.
Seine Finger sind immer wieder über ihre Wangen gestrichen und er hatte ihr die ganze Nacht, liebevolle Worte ins Ohr geflüstert, sie versucht zu beruhigen.
Er hatte kaum geschlafen, immer wieder wenn er für einen Moment dachte Alva würde nun ruhiger schlafen, rutschte sie ihm wieder fast aus den Armen.
Es war schon heller Morgen gewesen als sie anfing ruhiger zu werden, er sie nicht mehr all 5 Minuten aufs neue enger an sich ziehen musste und er auch einschlief.
Es war fast Mittag als er aufwachte, Alva lag in seinen Armen und schlief doch sie mussten weiter, mussten langsam aber sicher das Gebirge erreichen.
"Liebste!", flüsterte er ihr sanft ins Ohr, küsste ihre Wange. "Liebste komm es ist fast Mittag, wir müssen weiter!"
Vorsichtig zog er sie enger an sich und setzte sie auf seinen Schoss.
"Liebste! Wir müssen weiter!", flüsterte er ihr wieder ins Ohr und küsste sie.
Sie rührte sich langsam unter seinen sanften Küssen.

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26. Jan 2012, 12:18
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Alva hörte eine Stimme, ganz weit weg und etwas berührte sacht ihre Wange.
Sie bewegte sich, driftete dem wachen Zustand entgegen.
Wieder die Stimme und eine Berührung an der Wange.
Langsam machte sie die Augen auf.
"Linc?" fragte sie, die ganze Naht hatte sie Alpträume gehabt, von Schmerz und Einsamkeit.
Sie setzte sich auf.
Die Sonne stand hoch am Himmel, es war fast Mittag.
"Mist! Wir müssen los! Ich bin so eine blöde ...." Doch ihr viel kein Wort ein was ihr schlimm genug erschien. Wieder war es Mittag und sie hatten wieder einen halben Tag verloren. Wieder ein halber Tag mehr den Eoreth leiden musste, nur weil sie schlafen musste.
Sie würde nicht wieder schlafen bis sie dort waren und sie würden jetzt solange laufen bis sie das Gebirge erreicht hatten.
"Joy ist bereit! Komm!" sagte sie zu Linc und stand auf.
Dann räumte sie ihre Sachen zusammen und in Lincs Tasche.

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26. Jan 2012, 12:29
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Alva war schneller fertig als er gedacht hatte.
Kaum hatte sie die Augen aufgeschlagen, schon packte sie ihre Sachen zusammen und stand vor Joy.
Er zog sich langsam aus, nachdenklich.
Lincoln war sich nicht sicher ob er wirklich das Gebirge erreichen wollte, den das würde heißen das er sie bald gehen lassen würde müssen.
Ohne wirklich darüber nachzudenken verwandelte sich, als Alva ihn rief.
Er stapft nach draußen und dann rannte Joy auch schon los.
Es dauerte einen Moment bis er sich an Joys Tempo gewöhnt hatte, lief aber genau wie am Tag zuvor, ein Stück hinter Joy.
Er versuchte sich wieder einen Überblick über die Ebene zu verschaffen, seine Ohren waren gespitzt, er nahm das kleinste Geräusch war.
Alva drehte sich immer wieder zu ihm um.

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26. Jan 2012, 12:36
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Callistus.


Noch vor der Hütte, verwandelte er sich und ging dann hinein. Mittlerweile wurde es kalt und doch, brauchte er kein Feuer! Sein Körper war selbst das pure Feuer! Er würde wie sooft, wenn Claire schrecklich kalt war, ihre Heizung spielen und sie beschützen, vor den Träumen und der schrecklichen Angst des allein seins. Ja, ihr konnte er wenigstens die Einsamkeit nehmen - eine Einsamkeit, die ihm selbst niemand nehmen konnte, nicht einmal Claire.
Nein, seine Einsamkeit würde wohl ein ewiges Laster bleiben! Doch damit würde er irgendwie klar kommen, solange er nur Claire beschützen konnte! Callistus schüttelte den Kopf, warf den Gedanken daran ab und half Claire vom Pferd. Die Kleine nahm seine Hand und wartete bis die Sirene im Haus verschwunden war.
"Onkel Cale, glaubst du wirklich dass sie die Geschichte erzählen darf? Und welcher Gott wäre den meiner?", fragte Claire ihn neugierig aber leise, sodass sie ja niemand hörte. "Engelchen, du brauchst keine Angst mehr haben, du kannst jetzt wieder frei sprechen - auch über Götter! Du mein Schätzchen, würdest eigentlich der Göttin Iva angehören, der Göttin der Wüste und Schönheit, des Feuers und der der Drachen und Dämonen!", erklärte er ihr sanft und hob sie dann hoch. "Wenn du die Geschichte hören willst, lass sie dir erzählen, kleiner Schatz..", fügte er sanft, beruhigend hinzu.
Claire war so ein wissbegieriges Kind und jede Geschichte hatte für sie eine magische Anziehungskraft so dass sie langsam nach drinnen ging, er machte die Pferde fest, die er der Sirene abgenommen hatte und ging dann nach drinnen. Den beiden Hengsten würde die Nacht nicht viel ausmachen, auch nicht die Kälte oder der Wind aber Claire schon und vielleicht auch die Sirene.
Aber im Grunde war es auch egal! Callistus schloss hinter sich die Tür und setzte sich dann zu Claire, die ihn bitten ansah. Auch wenn Claire die Geschichte zu gern hören würde, machte ihre Schüchternheit ihr einen Strich durch die Rechnung!
Als er sich zu ihr gesetzt hatte, kuschelte sie sich in der Decke auf seinen Schoss und flüsterte ihm leise ins Ohr.
"Onkel Cale, fragst du sie für mich!? BIttee...", flehte sie leise in sein Ohr und er küsste liebevoll ihre Wange. "Würdest du mir die Geschichte erzählen?!", fragte er die Sirene und Claire schmiegte sich voller Freude an seine Brust, die Kleine hoffte dass die Sirene sich nicht lange bitten lassen würde, die Geschichte zu erzählen, dass wusste er genau!
"Die von den 3 Göttern meine ich..", fügte er ruhig hin zu und lehnte sich gegen die Wand bevor er Claire eng an sich zog und für die Sirene auf Claire deutete, um ihr zu zeigen, dass er es wegen ihr tat. Ihre Schüchternheit behinderte sie hier einfach und er nahm ihr diese Last gern ab, wenn es sich um solche Kleinigkeiten handelte..

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20. Apr 2013, 19:21
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Beitrag Re: Schutzhütten!
Aivere


Aivere lächelte sanft und setzte sich näher zu den Beiden. Eigentlich hatte sie ihnen Privatsphäre lassen wollen, doch als Callistus sie ansprach und auf Claire deutete, hatte sie nur lächeln können. Einmal war sie selbst so schüchtern gewesen.
"Also schön.. Die Geschichte Adrajas unseres geliebten Landes.." begann Aivere und schloss die Augen.
Schon immer war sie sehr Spirituell gewesen und nachdem sie an Land gegangen war, war es nur noch mehr geworden. Die Geschichte der Götter hatte sie immer fasziniert und sie hatte sie in all den Jahrhunderten an Land studiert.
"Adrajas wurde von drei Göttern erschaffen. Emahil, Androx und Iva!
Emahil und Iva erschufen das Licht und die Luft, Androx erschuf Erde und Wasser. Androx beanspruchte das Meer und die Insel Candra als sein Herrschaftsgebiet.
Er überließ die anderen Teile Adrajas sich selbst und errichtete sich auf Candra eine riesige Festung aus Eis. Candra wurde zu einem einzigen Gletscher mitten im Candrischen Meer.
Die Eisfeyden herrschen nun in diesen Landen und huldigen ihrem geliebten Androx, frei und ohne Zwang. Auch Drachen, Werkatzen, Menschen und Sirenen leben unter seinem Schutz. Androx liebt seine Kinder, mehr als jeder andere Gott - nicht zuletzt, weil er alle einmal fast verloren hätte. Sein Land besteht nur aus Eis und Schnee, nur selten taut der Schnee im Sommer so weit, dass man Erde oder Blumen sehen kann. Bäume gibt es nicht und Acker- und Weideland schon gar nicht. Und dennoch ist Candra ein reiches Land. Es ist reich an Liebe und Kraft, dank ihrem Gott!
Androx schenkte allen seinen Kindern ewiges Leben! Eine schreckliche Hungersnot suchte die Insel heim und vernichtete viel Leben - Androx konte seine Kinder einfach nicht leiden sehen. Und so schenkte er Allen - ganz gleich welcher Rasse -, die unter ihm geboren wurden, ewiges Leben.
Sein Volk ist ihm unendlich dankbar dafür und huldigen ihm dafür fromm. Auch ich bin unter Androx Gnade geboren, vor der Küste Candras in den Eismeeren. Wenige Tage nach meiner Geburt wurde ich ihm unterstellt - seinem gütigen Schutz!" erzählte Aivere leise und neigte bei ihren letzten Worten ehr erbietend ihr Haupt.
Sie erwies Androx immer jede Ehre die ihm zustand, auch jetzt noch, nachdem er ihr alles genommen hatte. Denn auch wenn es sie schmerzte, so hatte doch alles was er tat einen Sinn.
Aivere hob den Kopf wieder und blickte Claire lächelnd an. "Verzeih, das ich Androx so viel Lob schenke aber er ist nun einmal mein Gott! Aber das soll dich nicht beeinflussen, denn jeder der drei Götter hat seine ganz eigene Macht und Güte.
Iva und Emahil zum Beispiel, umsorgten den Rest Adrajas wie einen Säugling, als Androx sich zurück zog. Denke nicht er war selbstsüchtig oder verantwortungslos, nein, ganz sicher nicht. Nur liebte er einfach die Kälte viel mehr als den Rest - und Iva! Doch Iva erwiderte seine Liebe nicht, denn ihr Herz gehörte Emahil. Er ließ ihnen ihre Liebe und zog sich in seine Lande zurück.
Iva und Emahil erschufen jedoch auch jedersein eigenes Reich, Iva bevorzugte freie Lande und Hitze, so erschuf sie eine große Wüstenebene, die Wüste der Indirie.
Hinter der Wüste lagen die Feuerberge. Ein abgeschiedener Landstrich von Vulkanen, die Menschen der Wüste nannten es Volcanalia. Auch dieser Landstrich gehörte zu Ivas Landen! Sie herrscht mit der Güte und der Liebe einer Frau, doch auch mit Strenge, wenn sie von Nöten ist. Ihre Untertanen, leben in viel strengeren Riten und Bräuchen als Emahils und Androx. Die Rassen in ihren Landen sind rau und widerstandsfähig, aber oft auch sehr rachsüchtig und Brutal. Ihre Macht und ihr Zorn fließt in ihnen.
In den Feuerlanden leben außer den Drachen keine anderen Rassen. Auch wenn alle Kinder Ivas die Hitze lieben, so hält es dort doch einfach kein Leben aus. Sie sind mächtige Wesen, doch ihrer Göttin leider nicht so ergeben und holt wie sie sein sollten. Iva ist die Göttin deines Onkels hier und sie wird irgendwann auch deine werden, Liebes." erklärte sie Claire und strich der Kleinen sanft durchs Haar. "Iva wird auch die Göttin der Schönheit genannt und wenn ich dich ansehe, weiß ich auch genau warum! Du bist ein bezauberndes Mädchen und wirst eine wunderschöne Frau werden!" fügte Aivere hinzu und lächelte wieder.
"Emahil hingegen liebt alles lebendige, er brachte Wälder, Felder und weite Grasebenen zum Vorschein - wie die große Ebene über die wir den ganzen Tag hinweg geritten sind. Er ist wahrscheinlich der gütigste und genügsamste, der drei Götter. Nie hat er im Zorn die Hand gegen seine Kinder erhoben oder Strafen verhängt. Nein, Emahil hat immer mit sanfter Hand regiert. Vielleicht war es für die Vampire deshalb so leicht seine Lande zu unterwerfen! Seine Kinder sind genauso sanft wie er selbst und verabscheuen Gewalt. Nicht einmal von anderen Lebewesen ernähren sich die Meisten, aus Respekt und Achtung jedes Lebens. Aber dafür sind seine Lande auch die Artenreichsten, von ganz Adrajas! Nirgends findest du so viel Leben wie hier!" erklärte sie weiter und schloss die Augen.
Ja, nirgends gab es mehr Leben als hier, aber das war auch gut so! "Doch nach und nach zogen sich die Götter immer mehr zurück, überließen es ihren Kindern die Welt zu bevölkern und zu erhalten. Doch sie kümmerten sich weiterhin immer, wenn sie gebraucht wurden. Auch wenn ihre Entscheidungen für uns nicht immer zu ergründen sind und uns ungerecht oder grausam vorkommen, so haben sie doch immer einen Sinn und dienen einem neuen Plan. Sie sind nicht unfehlbar, aber sie versuchen ihr Bestes! Wir müssen Vertrauen in sie haben, nur so können wir ihre große Macht nutzen und in etwas Gutes verwandeln." erklärte Aivere Claire sanft und lächelte.
Auch sie hatte in den letzten 4 Monaten oft gezweifelt, doch sie hatte ihren Glauben nicht verloren und das würde sie auch nie. Egal welcher Prüfungen Androx sie unterzog, sie würde sie überstehen und durch jede Einzelne wurde sie stärker. Aivere strich Claire sanft durch die Haare.
"Ich lass euch jetzt allein.." flüsterte sie sacht und verließ die Hütte. Sicher hatte Claire jetzt lieber ein bisschen Zeit mit ihrem Onkel allein und viele Fragen an ihn und dabei wollte Aivere einfach nicht stören. Sie trat an die beiden Hengste heran und kuschelte sich eng an Cemals Flanke. "Du musst morgen weit laufen mein Hübscher, aber dass schaffst du, ich weiß es!" hauchte sie ihm zu und strich ihm durchs Fell, drängte sich enger an ihn.
Seit Logans Tod fehlte ihr einfach so viel Wärme..

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20. Apr 2013, 21:35
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Callistus.


Claire sah ihr nach und auch er sah ihr einen Moment hinterher! Götter - Ha, das er nicht lachte! Doch bevor er dazu etwas sagen konnte, erklang Claires zarte Stimme. "Onkel Cale? Und was ist, wenn ich nicht Iva gehören will? Warum haben sie denn nicht gegen die Vampire unternommen? Gegen den Krieg und das viel Leid? Warum haben sie mir trotzdem meine Mama genommen? Sie hat doch jeden Abend für alles gebetet!", sagte sie und die Tränen liefen über ihre Wangen. Ihre Stimme war verzehrt von ihrem Tränen und der Schmerz war deutlich.
"Schhhh... Schätzchen, Schhhhh!", hauchte er ihr leise ins Ohr und küsste ihre Stirn. Er wusste nicht, was er dem kleinen Mädchen in seinen Armen erzählen sollte!
"Weißt du, dein Onkel schafft es einfach nicht mehr zu glauben, kann nicht mehr auf Iva hoffen zu viel hat er verloren aber ich will, dass du glaubst! Hoffe, Clair - Hoffe! Glaube an den Gott, der dir als der Richtige erscheint.. aber bitte, mein kleines Engelchen, glaube!", bat er sie und streichelte sie, küsste ihre Stirn. Cale schüttelte den Kopf, auch wenn er schon lange nicht mehr glaubte, sollte Claire doch die Möglichkeit haben zu glauben, Hoffnung zu haben! Sie sollte einfach kein Leben führen wie er, sollte ein Leben voller Liebe, Glück, Wärme und verdammt nochmal Hoffnung haben!
"Ich hab dich schrecklich lieb, Claire! Vergiss das niemals, ich werde immer bei dir sein und dich beschützen!", sagte er und küsste ihre Stirn wieder. [b]"Cale, ich glaube .. ich will zu Emahil, ich liebe doch Bäume.. Aber wie ist ein Land ohne Bäume? Nur voll Eis und Schnee?"
, fragte sie ihn und legte die Hand an die Wange seiner Nichte.
Er zeigte ihr Bilder, von Eis und Schnee, von dem einen Mal das er Candra betreten hatte. Callistus zeigte ihr das Meer, voller Eis und die Insel, bedeckt vom ewigen Schnee. Das Eisschloss und den zugefrorenen See..
Claire sah ihn mit großen Augen an und kuschelte sich dann enger an ihn, lange streichelte er sie. "Morgen früh, kannst du der Sirene deine Fragen stellen und ich bin mir sicher, sie wird sie dir gern beantworten aber erst einmal solltest du schlafen, du brauchst deine Kraft morgen früh wieder!", sagte er liebevoll zu seiner Nichte und strich ihr die dunkelbraunen Locken nach hinten.
Irgendwann schlief der kleine Engel in seinen Armen ein, fest an ihn gekuschelt. Sanft wickelte Callistus sie in eine der Decken ein und küsste ihre Stirn bevor er sie behutsam in das Fell einwickelte, dass er heute Morgen noch extra für sie besorgt hatte. Dann erhob sich geräuschlos und entfachte, damit sein kleiner Engel ja nicht frieren konnte, ein Feuer in der Feuerstelle und trat dann nach draußen zu der Sirene, die an dem Hengst lehnte.
"Du sagst, alles was sie tun oder nicht tun, hat einen Sinn? Wo war der Sinn darin Wesen wie Vampire zu erschaffen, sie so machthungrig und gierig zu machen, dürstend nach Blut? Wo war der beschissene Sinn darin, diesen Krieg entstehen zu lassen und wo - Gottverdammt nochmal - war der Sinn darin so vielen Menschen - Frauen und Kinder, alten Menschen und Männern - das Leben zu nehmen? WO zum TEUFEL soll es da einen Sinn geben?!", fuhr er sie an und so schnell wie die Wut in seiner Brust entflammt war, so schnell war sie auch wieder erloschen und er bereute seine Worte!
"Ach vergiss es einfach.. Für Kinder mag Glaube wichtig sein, aber irgendwann sollte man damit aufhören - denn im Grunde ist Glaube doch nichts anders als irgendwem die Schuld an allem zu geben und von ihnen eine Hilfe zu erwarten, die sie uns sowieso niemals Teil werden lassen..", sagte er leise und wandte sich ab.
Gott, seit wann ließ er sich denn von diesem leidigen Thema so reizen? Ja, er glaubte schon lange nicht mehr an Iva, Androx oder Emaihl - warum auch?! Es war einfach lächerlich.. Und doch, kam er nicht umhin, alle 3 zu hassen, denn wären sie wirklich dagewesen, wäre seine Familie und die Familien vieler anderen Menschen, Lebewesen, einfach so gestorben...

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20. Apr 2013, 22:01
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