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 Das Gehöft! 
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Beitrag Das Gehöft!
Odrianas Gehöft

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Der riesige Hof der Odriana, die Felder der Odrianen gehören hierzu.
Alle Erträge laufen hier zusammen.


13. Jan 2012, 18:04
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Endlich standen sie vor dem Haus! Mirabell war noch auf, denn in der Küche brannte noch Licht. Alva klopfte und wenig später öffnete Mirabell.
"Alva!" rief Mirabell freudig und umarmte sie. "Wie schön das du da bist! Willst du gleich rüber gehen oder erst morgen früh?" Und dann schien sie Linc bemerkt zu haben. "Ist er das?!" fragte sie und ihre Stimme wurde feindselig.
Alva schwieg dazu. "Können wir rein kommen?" fragte sie und trat ein als Mirabell zur Seite trat.
"Das ist Linc! Kann er hier bleiben, während ich unten bin?" fragte sie und ließ sich von Mirabells Frage nicht aus der Ruhe bringen.
"Kann er! Aber wenn du wieder da bist erklärst du mir das!" antwortete Mirabell streng und führte sie in die Küche.
"Wenn es sein muss erklär ich dir das später... Können wir eine Weile hier bleiben, Mirabell? Ich würde gern öfter hinunter gehen, es fehlt mir so." fragte Alva und öffnete seit langem wieder ihre Augen. Sie wusste Mirabell mochte ihre Augen und würde ihr so keinen Wunsch abschlagen.
"Wenn du mich so lieb fragst... Natürlich könnt ihr! Ich habe mich um deinen kleinen Garten gekümmert, aber natürlich hast du ihm gefehlt." sagte Mirabell und in ihre mütterliche Stimme konnte man deutlich ihre Lächeln hören.
Alva schlang ihre Arme um Linc und schmiegte sich eng an ihn.
"Bleibst du bei Mirabell?! Sie ist nicht so böse wie sie erscheint nur ... sie hat mich aufgenommen als ich ... nirgends anders hin konnte. Mirabell ist wie eine Mutter zu mir gewesen und hat sich um mich gekümmert. Sei nett zu ihr solange ich weg bin."
Zärtlich küsste sie ihn und verließ dann das Haus.

"Wenn ich du wäre, würde ich ihr nachgehen! Schließlich bist du nicht unschuldig daran. Und irgendwo hast du, auch wenn es dich ja nicht die Bohne interessiert, das Recht bei ihr zu sein an diesem Ort." sagt Mirabell und widmete sich wieder ihrer Arbeit. Sie hatte ihn, während sie gesprochen hatte, nicht einmal angesehen.

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5. Aug 2012, 21:45
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Auch wenn er eher unfreiwillig blieb, tat Lincoln es dennoch, für Alva.
Erst als Alva den Raum verlassen hatte, sprach die Frau direkt mit ihm doch ihre Worte verwirrten ihn. "Was soll das heißen?", fragte er sie doch sie antwortete ihm nicht!
"Verdammt!", fluchte er stumm vor sich hin und blickte von der Frau zu der Tür aus der Alva verschwunden war.
"Einfach runter hinter den Hof?", fragte er sie, noch immer ziemlich verwirrt, ihre Antwort war nicht mehr als ein stummes Nicken, schnell rannte er die Treppe nach unten, wenn er von ihr keine Antworten bekam, musste doch wenigstens Alva ihm die Antworten geben.

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5. Aug 2012, 22:16
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Als sie in die Küche traten roch es schon nach Eiern und Speck und Pfannkuchen.
"Guten Morgen!" begrüßte Alva Mirabell die sich umdrehte.
"Guten Morgen mein armes Kind. Du siehst furchtbar aus... Frühstückt erstmal!" sagte sie mütterlich, schloss Alva in die Arme und schob sie dann auf einen Stuhl.
Alva spürte wie auch Linc sich neben sie setzte. "Mirabell macht das Weltbeste Frühstück!" verkündete sie und lachte.
"Sie übertreibt maßlos!" widersprach Mirabell, dann wurde ihre Stimme ernst und sie wandte sich an Linc.
"Wie war es das Grab deiner Tochter zu sehen, die du ja nie haben wolltest?" fragte sie ihn. "Mirabell es ist nicht seine Tochter!" mischte Alva sich ein. " Sie war meine Tochter, sie hatte keinen Vater!"
Ja, ihre Tochter hatte keinen Vater gehabt und sie würde auch nie einen brauchen.
Mirabell sagte dazu nichts mehr, stellte das Frühstück auf den Tisch und setzte sich zu ihnen. "Haben die anderen schon gefrühstückt?" fragte Alva und sog den verführerischen Duft ein, der von dem Essen ausging.
"Ja, sie sind schon draußen auf den Feldern! Sie werden erst heute Abend wieder kommen. Du kannst den Mittagswagen zu ihnen bringen, wenn du Lust hast..." antwortete Mirabell.
"Wo ist Chiva, deine Tochter hat das doch sonst immer gemacht.." bemerkte Alva erstaunt.
"Ja das hat sie auch, aber sie ist guter Hoffnungen und ihr Mann möchte nicht das sie sich anstrengt. Was ich sehr gut von ihm finde, auch wenn es für mich mehr Arbeit bedeutet." erklärte Mirabell und Alva konnte ihre Freude spüren.
Doch ihr versetzte es einen scharfen stich. Chiva hatte Alva in der Zeit nach der Geburt bei gestanden und mit ihr gehofft das ihre Tochter überlebte. Alva wusste wie sehr Chiva sich ein eigenes Kind gewünscht hatte und verdrängte den Schmerz, freute sich für ihre Freundin.
"Wie wundervoll! Herzlichen Glückwunsch!" sagte sie und lächelte.
Dann endlich begann sie zu essen, doch es sie schmeckte es kaum und aß auch nur sehr wenig.
"Dein Begleiter kann sich nach dem Essen nützlich machen und Holz hacken... Du hast sicher im Garten zu tun?! Meine Kräuter könnten gut deiner Fürsorge gebrauchen. Seit Chiva ausfällt, wurden sie schändlich vernachlässigt..." sagte Mirabell und wechselte damit das Thema. Alva lachte. "Ja ich kümmere mich um sie! Die Armen brauchen viel Lieb." immer noch lachend stand sie auf und verließ die Küche durch den Hinterausgang, der genau in den Garten führte.

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6. Aug 2012, 08:01
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Lincoln stand im Hof und hackte wie ihm aufgetragen Holz, ab und an mal lief Alva an ihm vorbei aber ohne ihn wirklich wahrzunehmen. Der Schweiß rann ihm über die Stirn und den Rücken nach unten, er spürte die Anstrengung deutlicher als sonst und langsam schien ihm auch die Müdigkeit zu übermannen.
Alva lief gerade wieder aus dem Haus in den kleinen Kräutergarten zurück, er wusste das sie ihm sauer war aber er konnte doch nichts mehr an Dingen ändern die solange hinter ihnen lagen. "Alva...", sagte er leise und griff nach ihrem Handgelenk. "..warte, bitte!"
Er zog sie näher zu sich, strich liebevoll über ihre Wange und lächelte leicht. "Ich weiß ja, dass es meine Schuld ist .. aber ich kann es nun nicht mehr ändern.. auch wenn ich es mir wünschen würde..", sagte er mit sanfter Stimme, blickte sie an und küsste ihre Stirn. Die Stille, die zwischen ihnen lag, hatte etwas beklemmendes, etwas störendes aber er wusste, dass es nicht einfach so aus der Welt zu schaffen war ..
"Vielleicht ist es doch besser, wenn wir uns wieder trennen, zumindest für dich .. ", murmelte er, so leise dass Alva ihn wahrscheinlich nicht einmal verstanden hatte. Allein der Schmerz, der auf ihren Zügen lag, machte ihm nur all zu deutlich, was er damals angerichtet hatte, nur weil er ihr nicht geglaubt hatte...

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6. Aug 2012, 13:43
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Alva war gerade zurück von den Felder, sie hatte den Männern und Frauen das Mittagessen gebracht. Langsam lief sie durch den Hof ins Haus um Mirabell eine Nachricht zu überbringen und ging dann zurück in den Kräutergarten. Mirabell hatte Recht gehabt,er war in einem schrecklichen Zustand, doch Sjöll hatte ihn gerettet und brauchte ihn jetzt nur noch ordentlich zu bewässern. Doch Linc hielt sie im Hof, am Handgelenk fest.
"Alva...", sagte er leise. "..warte, bitte!"
Alva schwieg, sie wusste nicht wie sie sich verhalten sollte. Leise murmelte er vor sich hin und ließ dann ihr Handgelenk los. "Aiden, was hast du erwartet? Sie ist meine Tochter und ich hatte sie nur für wenige Stunden, bevor ihr Herz aufhörte zu schlagen. Du hast sie nie haben wollen, du hast nicht mal an sie geglaubt. Dabei hatte sie so viel von dir... Die Augen, ihre Aura fühlte sich beinahe genauso kalt an wie dein und ihr Licht war eine Mischung aus meinem, bevor wir uns trafen, und der Farbe deiner Augen. Sie war wunderschön, so rein und lieblich. Doch du hattest nie etwas übrig für sie, sie war dir schon egal als sie noch in mir wuchs und auch später hattest du kein Interesse an ihr. Lass sie einfach in frieden ruhen, du hast mit ihr nichts zu tun und für sie gab es nur eine Mama. Und die bin ich! Mehr gab es in ihrer Welt nicht, nur meine Nähe, mein Geruch und meine Brust." erklärte Sjöll und wandte sich ihm zu.
Sie liebte ihn, aber er hatte ihre Tochter gehasst, hatte sie verleugnet und sie einem anderen Mann angesagt. Flüchtig küsste sie Lincs Wange und lief dann weiter in Richtung Kräuterarten. Doch sie hatte kaum ein paar Schritte getan da rief jemand hinter ihr ihren Namen. Ihre Sinne erfassten den jungen Mann sehr schnell.
Es war Aron, Mirabells jüngster Sohn.
"Aron!" rief Alva und drehte sich zu ihm um. Aron kam auf sie zu gerannt, schlang die Arme um ihre Hüften, hob sie hoch und drehte sich mit ihr im Kreis.
"Wie schön das du wieder da bist! Wir haben dich alle so schrecklich vermisst. Chiva ist schwanger und Liam hat Selina endlich geheiratet." berichtete er, setzte Alva wieder auf ihre eigenen Füße, hielt sie aber weiter fest umschlungen.
"Wie stehts mit deinen Reitkünsten? Hast du weiter geübt?" fragte er und Alva spürte seine ganze freude, über ihr Wiedersehen, in seiner Aura.
"Die Neuigkeiten hab ich schon ein paar mal gehört seit ich wieder hier bin!" sagte Alva und lachte, "Und ja ich habe geübt, ich bin sogar zu Pferd hier!"
Stolz schwang in ihrer Stimme mit und ließ sie strahlen. Wieder hob Aron sie in seine Arme und drückte sie fest an sich. "Das ist toll! Ich bin stolz auf dich, aber das war ja auch kein Wunder schließlich hattest du den besten Reiter von ganz Adrajas als Lehrer!" sagte er grinsend.
"Angeber! Wie geht es deinen Pferden?" fragte Alva und ließ sich wieder auf den Boden stellen. "Sie entwickeln sich prächtig und das Geschäft geht gut! Ich muss aber leider weiter, wollen wir später deine Kleine besuchen gehen? Ich war fast jeden Tag mit Mutter dort und habe ihr frische Blumen mitgebracht." fragte Aron und strich ihr sanft über die Wange. Er kannte ihren Schmerz und sie war ihm unendlich dankbar, dass er sich so wundervoll um das Grab ihrer Tochter sorgte.
"Vielleicht später!" antwortete Alva, verabschiedete sich lächelnd von ihm und lief weiter, um ihre Arbeit im Kräutergarten zu beenden.
Das Bewässern ging schnell und so pflückte sie noch einige zart-lavendelfarbene Blumen und machte sich auf den Weg zum Grab ihrer Tochter.

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6. Aug 2012, 14:54
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Das was er dann sah, machte ihm einiges Klar. Schon lange, war es zwischen ihnen nicht mehr dass, was es einmal gewesen war.. und es würde nie wieder so werden, wie es war. Ihr Leben hatte sich einfach verändert, er hatte einen Fehler begannen und jetzt hatte er mit den Konsequenzen zu leben, egal ob es ihm gefiel oder nicht! Lincoln ging ins Haus, ließ sich von Mirabell einen Zettel und eine Feder geben und setzte sich damit wieder auf den Hof, schrieb. Er wusste er nicht ganz, wie er in Worte fassen sollte, was er fühlte und was ihm gerade durch den Kopf ging.. doch nach ein paar Minuten ging es ganz schnell und seine Finger mit der Feder in der Hand flog nur so über das Papier.
Er schrieb Alva. Es war der Abschied, den sie Beide brauchten - ein endgültiger Abschied! Lincoln wusste, dass es keinen Sinn mehr zu machen schien, weder für ihn und schon gar nicht für sie! Ja, vielleicht waren da noch Gefühle aber diese waren mittlerweile egal.. auch die Seinen!
Zeile für Zeile fühlte er das Blatt, er wusste dass Alva dies zwar niemals lesen würde können aber er wusste, dass wenn ihr es etwas bedeuten würde, sie einen Weg finden würde dass sie es wissen würde, was da stand.

Alva...
es tut mir leid. Ich hab dein Leben zerstört aber wie ich sehe, gibt es Menschen die dein Leben wieder lebenswert gemacht haben, auch ohne mich! Ich mache dir keine Vorwürfe, nicht im geringsten... Es ist dein gutes Recht!
Aber versuch einmal zu verstehen, dass es damals einfach unmöglich schien, dass du mein Kind in dir tragen könntest.. So wie es alle gesagt haben, wenn du dich darin erinnerst. Und ja, als du es mir sagtest, ich wollte dieses Kind nicht, zumindest nicht am Anfang... Es war einfach nicht in der Möglichkeit dass du wirklich mein Kind in dir tragen könntest .. Es erschien mir schwachsinnig!
Einfach nicht greifbar...
Ich weiß, dass das hier das letzte Mal sein wird, dass du etwas von mir hörst.. Ich will aber dass du weißt, ich liebe dich!
Lebewohl ...


Er faltete das Papier zusammen, schrieb Alvas Namen oben drauf und legte alles dann in die Küche. Es war sein "stiller" Abschied nicht nur von Alva, nein auch von seiner Vergangenheit und auch, von diesem Kind.. was er eigentlich nie gewollte hatte. Und doch jetzt als an ihrem Grab gesessen hatte und jetzt, als es wirklich ein Ende zu seien schien.. Hing er an ihr, hing er noch mehr an Alva!
Zärtlich strichen seine Finger noch einmal über den Brief und verließ dann stumm das Haus. Verließ den Hof und ließ Alva und sein damit verbundenes Leben einfach hinter sich, zurück.

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6. Aug 2012, 15:54
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Vorsichtig hob Linc sie und ihre Tochter von Joy, die sich wieder verwandelte und dann bei den Hunden verschwand. Alva lächelte, dass hatte sie letztes Mal auch schon getan.
Linc legte einen Arm um sie beide und sie gingen gemeinsam zu Mirabell in die Küche.
Mirabell stand am Herd und Chiva saß am Tisch, das Gesicht in den Händen. Sie weinte und Mirabell hielt ihr eine Standpauke.
"Guten Morgen!" sagte Alva laut und beendete damit die Predigt.
"Alva Kind, da seid ihr ja. Ich hab schon befürchtet ihr wärt gegangen, weil meine TROTTEL von Kindern euch so etwas Schreckliches angetan haben. Es tut mir so leid Alva, ich hätte das niemals geduldet wenn ich es gewusst hätte." die Worte sprudelten nur so aus ihr heraus. "Ich weiß Mirabell! Du brauchst dich nicht entschuldigen." sagte Alva, lächelte und schaukelte Luna sanft, die anfing zu quengeln.
"sie hat Hunger!" stellte Mirabell sofort fest, holte einen Krug und eine Babyflasche aus dem Schrank. "Gut das wir alles hier haben!"
Alva nahm die gefüllte Milchflasche in die Hand, sie war ganz warm, die Milch war also ganz frisch und setzte sich an den Tisch. Linc folgte ihr und stellte sich schützend hinter sie. Er war besorgt und wütend, wütend auf Chiva, die genauso Schuld war wie Aron.
"Ihr könnt natürlich hier bleiben, solange ihr wollt und wenn ihr Irgendetwas braucht sagt es einfach. Einer muss ja wieder gut machen, was meine unfahige Tochter und mein missratener Sohn verbrochen haben." sagte sie mit einer Schärfe die selbst Alva zusammen zucken ließ. "Mirabell, es ist gut jetzt!" murmelte sie, doch sie spürte das Linc ihr stumm recht gab.
"Mann sollte dir dein Kind auch nach der Geburt wegnehmen und Monate später sagen: Haha, hier hast dus wieder, war alles nur ein doofer Spaß!" Mal sehen wie du dich dann fühlst..." sagte Mirabell und ging auf ihre Tochter zu. "Hör auf zu heulen, Chiva. Du bist an deinem Schlechtengewissen selber schuld!"
Chiva hob den Kopf. "Alva es tut mir so leid, wirklich. Ich wollte dir das nicht antun, aber die Prie... setzte sie an doch Alva unterbrach sie. "Ist schon gut! Ich weiß! Es war deine Pflicht ihr zu gehorchen!" sagte sie und strich Chiva sanft über den Arm.
Luna war während des Fütterns eingeschlafen. Alva gab Mirabell die Flasche zurück und küsste sanft ihre schlafende Tochter.
"Seid nicht so hart zu ihr. Chiva war eine Dienerin Emahils und damit seiner Priesterin verpflichtet. Dieses Pflichtgefühl legt man nicht so einfach ab, nur weil man geheiratet hat. Ich verzeihe dir Chiva!" sagte Alva mit sanfter Stimme, lehnte sich an Linc und seufzte. Sie war so glücklich ihre Tochter und ihre Liebe wieder zu haben.
Luna hatte sich an ihre Brust gekuschelt.
"Ihr solltet euch ausruhen. Alva du kennst dein Zimmer, es ist immer noch frei und ihr könnt es wieder benutzen." sagte Mirabell. Alva stand auf und ging mit Linc in den Ersten Stock, in ein hübsches kleines, Bauernzimmer.
Es war alles genauso wie beim letzten Mal, nur das die Sonne hereinflutete und nicht der Vollmond. Alva setzte sich aufs Bett und ließ sich in die Kissen sinken und legte Luna auf ihre Brust. Es war ein wundervolles Gefühl, ihre Tochter wieder so nah bei sich zu haben. Sie klopfte mit einer Hand sacht ufs Bett und deutete Linc sich zu ihr zu legen. "Du musst doch deine Tochter auch mal halten." flüsterte sie und legte ihm Luna auf die Brust, als er sich neben sie gelegt hatte. Lächelnd kuschelte sie sich auch an ihn, nahm Lunas Hand vorsichtig zwischen ihre Finger und streichelte sie sanft.

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7. Aug 2012, 12:04
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Schweigend stand er hinter Alva, nahm jede Regung war und dennoch betrachtete er die ganze Zeit, das kleine Wunder in ihren Armen. Es war so überwältigten dieses kleine Wunder zusehen, zu sehen wie es die Arme bewegte, wie sie trank und wie sie immer wieder zwinkerte.
Es berührte ihn unglaublich, klar er hatte schon viele Babys gesehen, nicht zu letzt das Kind seiner Schwester, was kurz nach ihrer Trennung auf die Welt kam, aber keines dieser Kinder hatte ihn je so verzaubert.. Von keinem dieser Kinder war er je so beeindruckt gewesen! Am liebsten hätte er der ganzen Welt seine Tochter präsentiert so stolz war er auf dieses kleine Wunder, sein kleines Mädchen! Irgendwann stand Alva auf und er lief ihr hinter her in ein kleines Zimmer.
"Du musst doch deine Tochter auch mal halten.", flüsterte sie, bat ihn stumm sic neben sie zu legen. Verwirrt starrte er Alva an. Was? Er sollte er dieses kleine Würmchen auf den Arm nehmen?
"Ich glaube nicht .. dass da so eine gute Idee ist .. was wenn ich ihr weh tu.. ?", sagte er genauso leise, wie sie, den Blick nicht von diesem kleinen Wunder in ihren Armen genommen. Doch kaum hatte er sich neben Alva legt und schon legte sie ihm seine Tochter auf die Brust. Vorsichtig hielt er sie fest, strich sanft mit seinem Daumen über ihre Wange. Das Gefühl dieses kleines Wesens auf seiner Brust war überwältigend. Er spürte den Herzschlag seiner Tochter, hörte jeden einzelnen Atemzug von ihr. Ein liebevolles Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. "Sie ist so wunderschön", murmelte er und strich sanft mit den Fingern über den Rücken seiner Tochter, ihre Beine...
Er küsste Alvas Stirn und genoss das Gefühl, seine Tochter und die Frau, seiner Große Liebe, bei sich zu haben. Es war erstaunlich wie klein ihre Finger, ihre Füße, ihre Nase und selbst ihre Ohren waren! "Luna hat so unglaublich viel von dir, sie sieht dir unglaublich ähnlich..", flüsterte er leise, voller Stolz und Freude. Nie hätte er geglaubt, dass ihm ein so kleines Wesen, so verzaubern könnte, wie es seine Tochter gerade tat.

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7. Aug 2012, 13:46
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Beitrag Re: Das Gehöft!
Linc bewunderte seine Tochter, streichelte sie und war völlig hin und weg von ihr.
Luna hatte ihn genauso verzaubert, wie Alva. Nie hatte sie Kinder haben wollen, hatte mit Kindern nie etwas anfangen können, hatte es sich nicht vorstellen können einmal Mutter zu sein und nun wollte sie nie wieder etwas anderes sein.
Leise sprach Linc, mit Luna und mit Alva und die Verzückung in seiner Stimme war nicht zu überhören. "Luna hat so unglaublich viel von dir, sie sieht dir unglaublich ähnlich..", flüsterte er leise, voller Stolz und Freude. Alva lächelte.
"Wirklich? Alles was sie von mir zu haben scheint ist dieses sanfte Licht, was sie umgibt und selbst darin ist deine Kühle, es ist nicht rein weiß es hat ein sanftes Blau darin. Und in ihrer Aura spüre ich deine Heimat, den Schnee, das Eis und den klaren Himmel der dein Land überzieht. Auch deine Augen hat sie!" flüsterte Alva und strich ihrer Tochter sanft über die Wange. Sie konnte Luna nicht sehen, vielleicht sah sie für alle Sehenden tatsächlich mehr aus wie sie, als wie Linc. Doch für sie war ihre Tochter ein Abbild ihres Vaters. Sie küsste Linc zärtlich und schmiegte sich enger an ihn, sanft streichelte sie ihre Tochter. "Sie ist einfach wundervoll!" flüsterte Alva und strahlte. Sie war so glücklich, endlich war ihr Leben wieder komplett.
Es klopfte leise an der Tür. Chiva! Ihre Aura war voller Reue. Vorsichtig öffnete sie die Tür einen Spalt breit. "Darf ich rein kommen?" fragte sie ängstlich, reumütig.
"Natürlich! Was ist denn?" fragte Alva, richtete sich auf und strich ihrer Tochter noch einmal sanft über die Stirn.
"Ich wollte dir nur sagen .." begann sie und setzte sich in den kleinen Sessel, in dem sie in der Nacht von Lunas Geburt auch gesessen hatte. ".. ich war jeden Tag bei deiner Tochter, habe mich um sie gekümmert... Ihr ging es gut! Ich weiß es war falsch was ich getan habe, aber sie ist sowas Besonderes, so außergewöhnlich. Medina hat mehrere Sitzungen gehabt, hat Emahil befragt und er hat es ihr bestätigt. Und noch etwas.." Chiva hielt inne, etwas verunsicherte sie. "Was?" fragte Alva beunruhigt. "Medina hat ... Sie hat die Kleine unter Emahils segen gestellt." flüsterte sie ganz leise. Alva verzog das Gesicht. Ja, sie selbst stand auch unter Emahil, er war ihr Gott und Leitfaden. Aber Luna war von 2 verschiedenen Göttern beeinflusst. Androx war Lincs Gott und er war auch unter ihm geboren. Eigentlich hätte sie unter Androx stehen müssen, schließlich war es immer der Gott des Vaters unter dessen Obhut ein Kind gestellt wurde... "Du weißt das das falsch ist!? Luna ist ein Kind Androx nicht Emahils!" sagte sie und spürte den Schreck in Chivas Aura.
"Ja, ich weiß. Es tut mir leid, aber du hattest uns nicht gesagt wer der Vater ist und da hat Medina sie unter Emahil gestellt..." erklärte Chiva und wieder rannen Tränen über ihr Gesicht. "Ich werde sehen wie ich das mache...." murmelte Alva stumm vor sich hin. "Lass uns jetzt allein!" sagte sie dann zu Chiva, die sofort verschwand. Sie hatte ein schrecklich schlechtes Gewissen.
Alva kuschelte sich wieder an Linc und streichelte sanft ihre Tochter. Wenn Luna alt genug war würde sie es selbst entscheiden, in wessen Obhut sie sich gab und dann war es egal unter wem sie geboren wurde.
"Du wirst für dich die richtige Wahl treffen, wenn du alt genug bist." flüsterte sie ihrer Tochter zu. "Gib Chiva nicht die Schuld, Linc. Sie konnte es nicht wissen und sie ist sehr gläubig, für sie war es ein Risiko, dass Luna unter keinem Gott stand und nicht behütet wurde. Wenn sie älter ist können wir sie in deine Heimat bringen, zu einem deiner Priester und sie wird unter Androx gestellt." erklärte sie ihm leise, um Luna nicht zu wecken, die sich so wie so schon wieder regte. "Sie hat Hunger!" stellte Alva fest, "Wenn sie aufwacht, kannst du sie ja füttern."
Dass sie ihn damit geschockt hatte, ließ sie lächeln.
Alva ging hinunter in die Küche, ließ Linc mit Luna ein wenig Zeit allein und holte eine neue Milchflasche. Vorsichtig erhitzte sie, unter Mirabells Aufsicht, ein wenig Milch und füllte sie in eine Flasche. Sie blieb ein wenig bei Mirabell, hielt die Flasche in warmem Wasser warm und unterhielt sich mit ihr. Linc hatte ein wenig Zeit allein mit seiner Tochter verdient, schließlich hatte sie selbst eine ganze Nacht mit ihrer Tochter allein gehabt.

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7. Aug 2012, 14:42
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