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 Das Hafenviertel! 
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Beitrag Re: Das Hafenviertel!
Aivere


Liebevoll strich er über ihre Wange, lächelte sanft und küsste sie zärtlich, liebevoll.
"Wie wäre es, wenn du mir einfach vertraust und dich auf meinen Rücken setzt!?", fragte er sie, zuckte mit den Schultern und küsste sie noch einmal zärtlich. "Wäre so ziemlich das einfachste..."
Ungläubig starrte Aivere sie an. Nie zuvor hatte sie davon gehört, dass ein Drache sich als Reittier anbot, freiwillig ein Lebewesen auf seinem Rücken trug und jetzt kam er und schlug ihr eben dieses vor.
Zärtlich zog er sie enger an sich heran und hob sie hoch, küsste sie überschwänglich und setzte sie dann wieder auf ihre eigenen Füße.
Immer noch starrte sie ihn an. "Dass ist ein Scherz oder?" fragte sie ihn ungläubig. "Ich mein nicht dass ich dir nicht vertrauen würde, aber du bist kein Reittier und es wäre unter deiner Würde, mich auf deinem Rücken zu tragen..." merkte sie an und schmiegte sich in seine Arme.
Farr tauchte hinter ihr auf, einen mitternachtsblauen Umhang zwischen seinen Zähnen.
Rasch drehte sie sich zu ihm um und nahm ihn ihm ab. "Danke Farr!" sagte sie, streichelte ihn sanft. Er war ihr in den letzten Jahrzehnten ein großer Trost gewesen.
Rasch warf sie sich den Mantel über und schloss die Schnalle auf ihrer Brust, er verhüllte ihre Gestalt perfekt und war fürs Erste genug.
"Jetzt können wir gehen!"

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11. Nov 2012, 00:14
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Beitrag Re: Das Hafenviertel!
Calisto.



Behutsam zog er Claire an seine Brust und küsste ihre Stirn.
Die Trauer die auf diesem Kind lastete war unendlich groß und nichts, was er tun konnte, konnte ihr den Schmerz nehmen. Das kleine Mädchen in seinen Armen, seine geliebte Nichte, hatte Alles verloren, was einem Kind am wichtigsten war - ihre Eltern und ihre beiden Brüder, genau wie er hatte sie alles verloren und genau deswegen hatte er sich ihrer angenommen.
Als die Vampire Candra überfallen hatten, hatten ihre Eltern sie auf den Dachboden gebracht und dort, hatte sie es überlebt. Doch seine Frau - Irina - und auch seine beiden "kleinen" Töchter waren ebenfalls mit ihren Eltern gestorben.
Calisto schob den Gedanken beiseite - im Grunde brachte es nichts darüber nachzudenken! Den selbst die Leichen seiner Familie waren weg, die Vampire hatten sie mitgenommen und seit dem, versuchte er so gut er konnte Claire den Schmerz zu nehmen, ihr zu helfen darüber hinwegzukommen und daran nicht zu zerbrechen, so wie er es jede Nacht wieder tat.
Früher war er die Ruhe selbst gewesen, oftmals kalt und gewissenlos doch Irina hatte ihn und sein Leben vor 3 Jahrhunderten so auf den Kopf gestellt, dass er einfach nicht mehr dahin zurückkam.
"Komm.. Kleines, leg dich wieder hin.. die Reise war lang und du brauchst dringend etwas Schlaf. Morgen früh wenn du aufwachst bin ich wieder zurück - solange bleibst du bei Ria...", sagte er liebevoll und legte sie wieder ins Bett, deckte sie zu.
Er war das letzte Bisschen, was sie noch an Familie hatte, und er wusste, dass sie jede Nacht wieder Angst hatte, wenn er daraus ging und dort sein Geld verdiente, aber ihm blieb einfach nichts anderes übrig..
"Keine Angst Kleines, es wird alles wieder gut werden..", sagte er liebevoll und küsste ihre Stirn, strich ihr noch einmal die langen, brauen Locken nach hinten und schloss für einen Moment die Augen. Claire war das Abbild ihrer Mutter, genauso hatte auch Fea ausgesehen als sie so alt gewesen war wie Claire heute. "..mach dir keine Sorgen, Morgen früh bin ich wieder zurück, unverletzt und dann gehen wir beide runter an den Hafen!", versprach er der Kleinen und wickelte sie sanft in die Decke ein, küsste noch einmal ihre Stirn.
Leise erhob er sich, Claire sah ihn einen Augenblick traurig an, bevor sie sprach. "Komm schnell wieder!", sagte die Kleine leise, er nickte und ging dann. Unten in dem alten Haus trat er zu seiner alten Freundin und legte ihr eine Hand auf den Arm. "Die Kleine schläft jetzt - versucht es zumindest! Pass bitte auf sie auf. Ich bin gegen Morgengrauen zurück, denke ich.. wenn ich mir nicht dir Kante geb...", sagte Calisto und Ria wollte etwas erwidern, aber er winkte ab - verließ das Haus.
Auf der Straße atmete er tief ein und aus, straffte die Schultern und schlenderte dann langsam zu dem kleinen Gasthaus um die Ecke. Er wollte einfach nur eine Weile vergessen - alles und jeden aber vor allem, den Schmerz!
Er verstand jeden, der sich aufgab, weil sie den Schmerz nicht mehr ertrugen. Wie gern, würde er das auch tun doch er hatte eine Verantwortung Claire gegenüber! Calisto musste sie einfach beschützen, sie retten vor der Dunkelheit und der Einsamkeit!
Er zehrte sich seinen Umhang von den Schultern und betrat das kleine Gasthaus. Schnell hob er die Hand und die Wirtin nickte ihm wissend zu, er bestellte jeden Abend das selbe - Met. Und dann ließ er sich dort in der Ecke nieder, von der er das ganze Gasthaus im Blick hatte.
Ihm gegenüber saß eine Frau, sie war wirklich hübsch - hatte lange rote Haare und doch waren ihre Augen von dem selben Schmerz gefüllt, wie die aller anderen Menschen.. Wahrscheinlich hatte auch sie, ihren geliebten Mann verloren - ihre Familie.. Lange Zeit saß Calisto einfach nur da, beobachtete die junge Frau an dem die Wirtin ihm seinen Krug Met gebracht hatte und lehnte sich weiter zurück...
Immer wieder trank er von seinem Met und doch, wandte er den Blick keinen Moment von der rothaarigen Frau - eindeutig eine Sirene, wenn auch nur zu einem Teil.

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19. Apr 2013, 19:06
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Beitrag Re: Das Hafenviertel!
Aivere



Das Gasthaus hatte den Krieg gut überstanden und es war irgendwie noch genauso, wie sie es in Erinnerung hatte. Doch auch hier herrschte das Leid und Trauer.. wie überall im ganzen Land.
Traurig ließ sie den Blick durch den Schankraum streifen. Überall in den Gesichtern, der Menschen sah man Schmerz und Verzweiflung. Hier war es noch schlimmer als in Candra! Auf Candra hatten die Lebewesen eine ganz andere Stärke, ganz andere Kräfte und ihr Gott, gab ihnen immer wieder die Kraft weiter zu machen, ganz gleich was sie erschütterte. Doch hier hatten sich die Götter zurück gezogen! Emahil und Iva waren gütige Götter, doch die Vampire hatten über ein Jahrhundert lang jeglichen Glauben und alle Rituale und Tempel verboten und somit hatten die Götter keinen Platz mehr im Leben der Menschen und Lebewesen.
Das musste sich schnell wieder ändern! Adrajas war nur durch seine Götter stark und sie mussten die Tempel wieder aufbauen, mussten die heiligen Stätten wieder errichten und die alte Kraft des Landes wieder herstellen.
Vielleicht konnte das ihre neue Aufgabe sein! Vielleicht konnte sie die alten Stätten bereisen und den wenigen, die noch glaubten, helfen alles wieder aufzubauen. Aber zu erst musste sie ins Reich der Drachen und Logans Familie die Nachricht seines Todes überbringen.
Wieder wanderte ihr Blick durch den Raum und dabei traf sie den eines Mannes, den sie schon eine ganze Weile auf sich gespürt hatte. Auch in seinem Gesicht spiegelte sich die tiefe Trauer wieder, die hier allen anhaftete.
Aivere musterte ihm aufmerksam und erhob sich dann. Langsam schritt sie auf ihn zu und stellte sich vor seinen Tisch. "Kann ich mich setzen?" fragte sie vorsichtig. Sie konnte nicht allein zu den Drachen gehen und sie konnte auch nicht allein all die verborgenen Stätten finden, die sie danach suchen musste. Er sah nicht so aus als hätte er noch groß Grüne irgendwo zu bleiben und wie alle würde er Geld brauchen, was sie - dank Logan - jetzt zur Genüge besaß.
Sie würde ihn für seine Dienste entlohnen und dann konnte er sich am Ende vielleicht auch wieder ein neues Leben aufbauen, auch wenn es nicht wieder so werden würde wie früher.
Der Mann nickte langsam und Aivere setzte sich ihm gegenüber. "Ich habe eine Reise vor und brauche dabei Jemanden der sich mit den alten Stätten der Götter auskennt. Ich zahle gut!" begann sie ohne Umschweife und ließ einen kleinen Beutel Gold vor ihm auf den Tisch fallen..

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19. Apr 2013, 19:35
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Beitrag Re: Das Hafenviertel!
Calisto.



Er zog eine Augenbraue hoch und starrte die junge Frau verwirrt an. Sah er so aus als hätte er Geld so dringend nötig? Der Krieg hatte an seinen Reserven gezehrt doch arm war er deswegen noch lange nicht.
Und dann war er kein Babysitter sondern Kopfgeldjäger! Und doch, deutete er ihr sich zu setzen. Gott, er sollte das hier nicht tun - er hatte Clarie doch versprochen nicht mehr zu trinken und dann Blödsinn zu bauen.. Und jetzt? Jetzt hatte er diese Frau tatsächlich sich zu ihm setzen lassen und lehnte sich weiter zurück.
"Kommt ganz darauf an, was du willst..", bemerkte Calisto ruhig und sah sie an, musterte sie. Was trieb eine Frau wie sie nur in diese schäbige Absteige?! Gott, der Dreck hier und die widerlichen Bastarde widerten ja selbst ihn an. Mit den Fingern malte er die Musterung des Holztisches nach und schloss für einen Moment die Augen. Diese Frau hatte etwas an sich. etwas was ihn nicht einfach den Schwanz einziehen ließ - nein, er war darauf und drang ihr zu helfen, egal was es war!
"Okay, ich helfe dir. Aber ich werde dich nicht allein bekleiden... Es gibt Jemanden, den ich mitnehmen muss um mein Versprechen zu halten!", erklärte er der jungen Frau, die ihm mittlerweile gegenüber saß.
Er würde nicht gehen ohne Claire! Nein, er musste seine Nichte einfach mitnehmen gerade wenn er vorhatte länger zu gehen, die Kleine würde nur denken, dass er auch noch gegangen war - sie allein gelassen hatte! Er durfte einfach nicht zu lassen, dass sie noch mehr Trauer empfand. Sie hatte nie einen Platz bekommen, wo sie um ihre Eltern trauern konnte - außer in seinen Armen - und diesen Platz konnte er ihr einfach nicht wieder wegnehmen!
"Tut mir leid, aber ihr werdet damit leben müssen oder euch einen anderen Mann suchen müssen, der Euch hilft, Mylady..!", sagte Calisto sanft ruhig, lehnte sich zurück...

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19. Apr 2013, 20:27
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Beitrag Re: Das Hafenviertel!
Aiver



"Kommt ganz darauf an, was du willst..", bemerkte der Mann ruhig und sah sie an, musterte sie. Aivere lehnte sich bequem zurück und nippte an ihrem Krug.
"Ich will eigentlich nicht viel. Ich muss ins Land der Drachen und für mich ist es gefährlich - wegen des Wassermangels dort - allein zu gehen und danach will ich bei dem Wiederaufbau helfen. Auf Candra gibt es viel Spirituelle Kraft, die es auch hier einst gab und ich will sie wieder aufrichten und dem Land seine alte Stärke zurück geben. Doch da ich die heiligen Stätten hier nicht alle kenne, brauche ich einen Kundigen, der sie mir zeigt." erklärte sie ihm und sah ihn weiter an.
Wenn er sich dafür zu fein wäre, würde sie eben einen Anderen finden. Nach dem Krieg konnten viele ihr Geld gut gebrauchen und sie war sicher nicht auf den hier angewiesen.
Noch dazu wo er nach einem Hund aussieht und der stinkt bekanntlich bei Regen sehr unangenehm. Aber wenigstens hätte sie dann einen guten Wachhund..
"Okay, ich helfe dir. Aber ich werde dich nicht allein begleiten... Es gibt Jemanden, den ich mitnehmen muss um mein Versprechen zu halten!", erklärte er ihr.
Aivere zog eine Augenbraue hoch. Wenn er ihr jetzt ankam, er müsse seine Alte mitnehmen oder einen Säugling, wäre der Deal schon in seinen Ansätzen gestorben. Sie wollte keine lästigen Liebesscheiß und auch keinen Klotz am Bein.
"Tut mir leid, aber ihr werdet damit leben müssen oder euch einen anderen Mann suchen müssen, der Euch hilft, Mylady..!", sagte er sanft ruhig, lehnte sich zurück.
"Ich nehme an die Kleine hat durch den Krieg ihre Familie verloren..?! Wie alt ist sie denn?" fragte sie und sah ihn an.
Sie wollte keine Kinder in ihrer Nähe, obwohl es vielleicht ganz gut wäre dem Mädchen ein bisschen was beizubringen. Wenn man bei den Kleinen anfing war es viel leichter..
"Bring sie mit, es kann nicht schaden wenn sie ein wenig über ihren Gott lernt und vielleicht auch ein bisschen ruhe finden, platz ihrer Liebsten zu gedenken an einem geeigneten Ort!" sagte sie und erhob sich wieder
"Triff mich morgen früh, an den Fällen. Wenn du und deine Nichte ein Reittier braucht besorgt es euch, von meiner Anzahlung. Sollte es nicht genügen, sagt dem Händler ich werden den Rest zahlen!" erklärte Aivere ihm ruhig und musterte ihn.
"Wie ist dein Name? Der deiner Nichte?" fragte sie ihn noch und wartete noch einen Augenblick.
Eigentlich wollte sie endlich hier raus, die lüsternen Blicke gingen ihr auf den Nerv aber im Grunde war sie selber Schuld. Sie hatte die Kleider aus Candra abgelegt und trug wieder die Kleider einer Sirene..

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19. Apr 2013, 21:09
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